Ackersenf

Ackersenf liebt sonnige Standorte und siedelt sich gerne auf Ruderalflächen an, also von Menschenhand oder auch durch natürliche Ereignisse freigelegten und anschließend sich selbst überlassenen Böden. Man findet ihn an Acker- oder Feldrändern oder im Brachland.

 

Beschreibung: Oft deutlich höher gewachsen als seine Pflanzennachbarn, tritt er häufig in großen Gruppen auf. Seine Blätter unterscheiden sich in Form und Größe: Die unteren kurzstieligen sind lang und leierförmig gegliedert, die oberen gezähnt, spitz und ungeteilt. Die schwefelgelben Blüten sitzen in lockeren Trauben am Ende der Stängel. Ihre Kronblätter stehen im Kreuz angeordnet und fallen leicht nach unten ab.

 

Sammelgut und -zeit: Blätter, Blüten und Samenschoten sind verwendbar. Gesammelt werden die Blätter und jungen Pflanzen im Mai/Juni vor der Blüte, die Blüten von Juni bis Oktober, die „genoppten“ Schoten mit ihren Samen vom Frühsommer bis in den Herbst hinein.

 

Verwendung: Die jungen Blätter bzw. Pflanzenteile können gehackt wie auch die gemahlenen Samen als Gewürz verwendet werden, allerdings sind sie milder als fertig gekaufter Senf, der aus weißen, gelben und braunen Körnern gemischt zubereitet wird. Auch die Knospen und Blüten geben Gerichten eine blumige, leicht scharfe besondere Note. Die älteren Blätter können als Gemüse zubereitet werden.

 

Gesundheitlicher Wert: Durch seine Inhaltsstoffe Senföl, Vitamin C, Provitamin A und die Mineralien Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium wirkt der Ackersenf antirheumatisch und fördert die Verdauung und Durchblutung. Auch regt er durch seine Schärfe den Appetit an und wirkt als Breiumschlag lindernd bei Bronchitis und Halsschmerzen.

 


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Ackerstiefmütterchen

Ackerstiefmütterchen erscheinen sehr fein und zart, sind aber durchaus widerstandsfähig. Verwandt ist das kleine Pflänzchen mit dem Veilchen, das ebenfalls bescheiden im Verborgenen wächst und eine gewisse Ähnlichkeit in der Form der Blüte aufweist.

 

Beschreibung: Ackerstiefmütterchen bevorzugen trockene, nährstoffreiche Standorte wie Ränder von Äckern, Feldern oder Brachland. Die Wuchshöhe beträgt maximal 20 cm. Ihre Blüten leuchten in vielfältigen Farben von weiß, gelb, blau oder violett. Die grünen Blätter sind fingerförmig gelappt. Die gelblich-grünen, recht kräftigen Stängel haben ein leicht vierkantiges Profil und sind meist fein behaart.

 

Sammelgut und -zeit: Das gesamte Kraut inklusive Blüte kann von Mai bis Oktober gesammelt werden. Gelegentlich wächst es recht verschlungen und lässt sich nur als Büschel ernten. Mitsamt seiner Wurzel gesammelt, bleibt die Pflanze auch etwas länger frisch.

 

Verwendung: Alle oberirdischen Pflanzenteile des Ackerstiefmütterchens sind essbar. Die noch jungen Blätter und Triebe können gut in Salaten verwendet werden, als Gemüse gekocht oder als Tee aufgebrüht. Suppen verleihen sie eine frische Note und eine schöne Farbe. Die hübschen Blüten haben einen leicht süßlichen Geschmack, bilden attraktive essbare Dekorationen oder Beilagen zu herzhaften Gerichten.

 

Gesundheitlicher Wert: Das Ackerstiefmütterchen hat eine lange Tradition als Heilpflanze zur Behandlung von Kopfschmerzen, Husten, Erkältungen und entzündlichen Hautproblemen. Allerdings enthält es einige Wirkstoffe, die bei der Einnahme von sehr großen Mengen Leber und Niere beeinträchtigen können. Daher sollte man es nicht täglich konsumieren.

 


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