Bärlauch
Bärlauch wächst wild in feuchten, schattigen Laubwäldern auf humusreichen, kalkhaltigen Böden. Dort bildet er im Frühjahr großflächige Teppiche von dicht an dicht stehenden zarten grünen Blättern. Ihr Duft erinnert an Knoblauch.
Beschreibung: Er erreicht mit seinem aufrechten, kräftigen, dreikantigen Stängel, an dem sich die Blüten bilden, bis zu 50 cm Höhe. Dicht am Boden sitzen jeweils an einem eigenen Stängelansatz zwei Blätter, die lanzettartig geformt sind. Die weißen, sternförmigen Blüten ordnen sich im späteren Stadium kugelförmig an.
Sammelgut und -zeit: Blätter März bis April, Blüten April bis Ende Mai.
Verwendung: Man kann sowohl Blätter wie auch Blüten verwerten. Die Blätter erntet man am besten vor der Blüte, dann sind sie geschmackvoller. Bärlauch würzt ähnlich wie Knoblauch. Er sollte allerdings erst zum Schluss in das Gericht gegeben werden. Besonders zu deftigen Gerichten passt er wunderbar.
Verwechslung: Möglich mit dem giftigen Maiglöckchen bzw. dessen grünen Blättern. Es gibt drei gute Unterscheidungsmerkmale: Maiglöckchenblätter duften beim Zerreiben nicht nach Knoblauch; sie haben Glöckchen-artige Blüten; Blätter und Blüten wachsen an einem Stängel, während die Blätter des Bärlauchs jeweils einen kurzen eigenen Stängel besitzen.
Gesundheitlicher Wert: Seine hohe Konzentration an Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan und Eisen stärkt den Organismus und wirkt antibakteriell sowie antimykotisch. Er hat somit positiven Einfluss auf viele Organfunktionen. Zudem regt er den Stoffwechsel an, gleicht hohen Blutdruck und den Cholesterinspiegel aus.
Brennnessel
Brennnesseln kennt jeder, denn sie siedeln sich häufig in größeren Kolonien auf feuchtem, nährstoffreichem Boden an. Man findet sie an Wegrändern in Wiese, Wald und Feld. Besonders üppig wachsen sie auf Brachland, das Menschen zuvor bearbeitet haben. Dass man auch leckere Gerichte mit ihnen kreieren kann, ist weniger bekannt.
Beschreibung: Je nach Standort kann diese Wildpflanze 30 bis 120 cm hoch wachsen. Ihre kantigen, kräftigen Stängel und die Blattstiele sind umhüllt von feinen Nesselhaaren. Die grünen Blätter, herzförmig und an der Unterseite ebenfalls behaart, sind an den Rändern markant sägezahnartig ausgeprägt. Sie stehen sich paarweise in gleicher Höhe symmetrisch gegenüber.
Sammelgut und -zeit: Von März bis November sammelt man zuerst die Triebe und jungen Blätter ganz, später nur die zarteren Spitzen. Wer den Nesselhaaren entgehen will, trägt am besten hierbei Handschuhe. Alle Arten in unseren Breiten sind essbar, die Große Brennnessel tritt am häufigsten auf. Die Taubnessel und Goldnessel sind aber nicht mit ihr verwandt.
Verwendung: Zu Unrecht als »Unkraut« bezeichnet, entpuppt sich die Brennnessel als großartiger Allrounder: zum Beispiel in Salat, Suppe oder als Gemüse. Zur Frühjahrskur als Entschlackungstee, aber auch als kräftigende Tinktur für die Haare und Kopfhaut leistet sie vorzügliche Dienste.
Gesundheitlicher Wert: Die vielfältigen Inhaltsstoffe wie Vitamine C und A, Calcium, Kalium, Kieselsäure, Eisen sowie Magnesium regen den Stoffwechsel an. Blutreinigend, entzündungshemmend, entwässernd, entgiftend helfen sie gegen Frühjahrsmüdigkeit und Appetitlosigkeit. Ihr außerordentlich hoher Eiweißgehalt zeichnet sie besonders aus.