Holunder

Holunder war bereits den Menschen der Steinzeit als vielseitige Pflanze mit ausgezeichneten Eigenschaften bekannt. Die Germanen nutzten ihn als Heilpflanze und Nahrungsmittel und siedelten ihn in der Nähe ihrer Langhäuser an. Der gute Geist, der angeblich in ihm wohnte, sollte die Menschen gegen Blitzschlag und andere Unbill schützen.

 

Beschreibung: Der Strauch kann eine Höhe bis zu 7 m erreichen und wächst bevorzugt auf wasser- und stickstoffreichen Böden. Seine elliptischen dunkelgrünen Blätter mit ihren gesägten Rändern stehen in Gruppen von bis zu 7 Blättern am Stängel. Er bildet Schirmrispen aus weißen, betörend süß duftenden Einzelblüten.

 

Sammelgut und -zeit: Von Mai bis Juni sammelt man die weißen Blütendolde. Von August bis Oktober werden die nach unten hängenden und glänzend-schwarzen Dolden, auch Fliederbeeren genannt, geerntet.

 

Verwendung: Die duftenden Blüten aromatisieren süße und herzhafte Speisen. Die Beeren sind roh unverträglich. Sie müssen für kurze Zeit auf über 80 Grad erhitzt werden. Man genießt sie gekocht als Saft, Gelee, als Fliederbeersuppe oder in herzhaften Speisen.

 

Verwechslung: Möglich mit dem giftigen Zwergholunder, dessen Blüten allerdings unangenehm nach bitteren Mandeln riechen und dessen Fruchtstände nach oben wachsen.

 

Gesundheitlicher Wert: Zink, der in den Blüten und Beeren des Holunders besonders reichlich enthalten ist, spielt eine wichtige Rolle für ein starkes Immunsystem. Der außerordentlich hohe Anteil an Vitamin C sowie Gerbstoffe schützen bei Erkältungen und Grippe und binden freie Radikale. Weitere gesunde Inhaltsstoffe sind B-Vitamine sowie Magnesium, Kalium und Eisen.

 


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Hornklee

Hornklee ist ein Meister der Flexibilität: Seine goldgelben Blütendolden leuchten von der Küste bis ins Hochgebirge, in der Heide, auf Weiden, an Wegrändern und am Rand von Kiefernwäldern. Als »Horn« trägt er gebogene Samenschoten, seine drei grünen Blättchen erinnern an seinen entfernten Verwandten, den Klee.

 

Beschreibung: Er ist eine krautig-voluminöse bodennahe Pflanze mit einer Wuchshöhe zwischen 5 und 30 cm. An seinen Trieben, die sich ineinander schlingen, sitzen paarweise drei ovale, an der Unterseite blaugrüne Hauptblätter mit 2 großen Nebenblättchen. Die intensiv-gelben Blüten mit ihrer ausgeprägten Unterlippe gruppieren sich wie Dolden am Ende der Triebe.

 

Sammelgut und -zeit: Die jungen grünen Blätter können bereits ab März gesammelt werden. Auch bei regelmäßiger Ernte wachsen diese bis in den Sommer nach. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und August, die kleinen Schoten findet man ab Juli.

 

Verwendung: Er wird bereits seit 100 Jahren innerlich und äußerlich als Heilpflanze eingesetzt. Aber auch in der Küche können schon wenige Blätter und Blüten mit ihrem erbsenähnlichen Geschmack Gemüsezubereitungen, Suppen und deftige Eintöpfe bereichern. Sie passen gut zu kräutrigen Smoothies oder Salaten, allerdings nur in nicht zu großen Mengen wegen ihres intensiven Geschmacks.

 

Gesundheitlicher Wert: Hornklee enthält besonders viel wertvolles Lysin, eine Aminosäure, sowie Flavonoide, Tannine und einen hohen Eiweißgehalt. Aus den Blüten lässt sich ein Tee zubereiten. Dieser kann beruhigen, Krämpfe lösen und den Schlaf fördern. In Tinkturen kann er abschwellend und antiallergisch wirken.

 


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