Mohn
Mohn mit seinen markanten Blüten leuchtet bereits von weitem aus der Lanschaft und hält, obwohl er so fragil daherkommt, auch stärkerem Wind und Regenschauern stand. Er ist überwiegend in gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel mit vielen Arten vertreten.
Beschreibung: An Feldwegen, in Wiesen oder Getreidefeldern, aber auch auf lockeren Brachflächen oder steinigen Standorten wächst der hiesige Klatschmohn in kleineren Gemeinschaften. Die Tellerblüten mit vier Kronblättern und grün-schwarzer Mitte sind oft gleichzeitig mit den Knospen und Samenkapseln an dünnen Stängeln zu finden. Ihre grünen Blätter sind gefiedert, schmal und rau behaart.
Sammelgut und -zeit: Die jungen grünen Blätter sammelt man vor der Blütezeit, die Blüten unmittelbar nach dem Erblühen, die Knospen von Mai bis August. Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide und sollten daher nicht in großen Mengen verzehrt werden. Den Stängel sollte man wegen seines giftigen Milchsafts nicht sammeln.
Verwendung: Die jungen Blätter mit ihrem leichten Gurkengeschmack verwendet man in gemischten Salaten oder in Kombination mit jungem Frühlingsgemüse. Die roten Blütenblätter lassen sich sehr dekorativ in kalten und warmen Gerichten einsetzen oder geben Teemischungen ihre Farbe.
Gesundheitlicher Wert: Der Klatschmohn enthält einige gesunde Inhaltsstoffe, die eine Schmerz stillende und beruhigende Wirkung haben. Er wirkt als Tee gegen Schlaflosigkeit und Nervosität sowie gegen Hustenreiz. Im Gegensatz zum Schlafmohn enthält der Saft jedoch kein Morphin. Aber Vorsicht: Größere Mengen Samen können Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Ringelblume
Ringelblumen leuchten intensiv orangefarben oder sonnig-gelb schon von weitem. Ab Juni bis weit in den Herbst hinein zu den ersten Frösten blühen diese robusten Pflanzen unermüdlich in kleinen Kolonien an Feldrainen, Zäunen oder inmitten naturbelassener Flächen. Sie bevorzugen helle, sonnige Standorte.
Beschreibung: Bis zu 70 cm hoch, sitzen ihre Körbchenblüten einzeln an derben, kantigen Stängeln, die sich im oberen Bereich verzweigen. Hell- bis mittelgrüne, flauschige Blätter in ovaler bis lanzettlicher Form wachsen wechselständig daran. Die »Nie-welk-Blume« bildet unermüdlich neue Blüten, aus denen nach 4 bis 5 Tagen »geringelte« Samen entstehen.
Sammelgut und -zeit: Unverkennbar und unverwechselbar mit ihren sonnigen Blüten sowie den ringelförmigen Samen, lassen sich die Blüten und Blätter fast das ganze Jahr sammeln. Ihre Hoch-Zeit ist jedoch von Juni bis Oktober.
Verwendung: Nicht nur als Heilpflanze seit Jahrtausenden bekannt und vielseitig einsetzbar, ist die Ringelblume auch in der Küche von besonderem kulinarischem Interesse. Die würzig-herben Blätter und lieblich duftenden Blütenblätter ergänzen herzhafte Gerichte vorzüglich. Die getrockneten Blütenblätter finden ihre Verwendung in der Zubereitung von gesunden Tees, die sich wegen der Carotinoid-Farbstoffe intensiv goldgelb färben.
Gesundheitlicher Wert: Ihre Saponine, Flavonoide und ätherischen Öle sorgen für Wohlbefinden: Krampflösend, entzündungshemmend, entgiftend stärken sie die Immunkräfte. Ihr hoher Gehalt an Carotinoid fördert die Wundheilung und pflegt empfindliche Haut. Tee aus ihren Blüten spendet neue Energie und innere Ruhe.