Rübenkohl

Rübenkohl ist für Bienen eine sehr ergiebige Nektarquelle. Er stellt quasi die Urform des kultivierten Rapses dar. Auch für uns Menschen bietet er ein Spektrum an zahlreichen geschmacklich interessanten und gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffen, da er noch nicht durch Züchtung verändert wurde.

 

Beschreibung: Am bis zu 80 cm hohen kräftigen Stängel sitzen gestielte, ovale, gras- bis blaugrüne Blätter, die am Rand unregelmäßig gezahnt sind. Im Gegensatz zu den Blättern ihrer Verwandten Raps und Kohl umfassen sie den Stängel und werden etwa 20 bis 25 cm lang. Sattgelbe Blüten sitzen am Ende des Stängels. Ihre Stiele sind länger als die Blüten selbst.

 

Sammelgut und -zeit: Rübenkohl liebt Sonne und Wärme. So kann man ab April bis in den September hinein zarte Blätter, Triebe und Blüten ernten. Die Samen in den länglichen, spitz zulaufenden Schoten lassen sich ab August sammeln. Oft wächst er nachbarschaftlich am Rapsfeld – eine Verwechslung ist kein Problem.

 

Verwendung: Wie seine gezüchteten Verwandten, die diversen Kohlarten, bereichert der aromatische, senfartig würzige Rübenkohl Gemüsegerichte, Eintöpfe und Suppen. Seine Samen lassen sich, wie die des Rapses, zu Öl pressen. Der Raps ist ein naher Verwandter, der ebenfalls wohlschmeckend, wenn auch nicht so würzig wie Rübenkohl ist.

 

Gesundheitlicher Wert: Seine Vitamine B6 und C, dazu die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen fördern die Verdauung, regen den Stoffwechsel an und wirken blutreinigend und entwässernd. Auch im Rahmen einer Frühjahrskur unterstützt dieses Wildkraut den Organismus auf sehr gesunde und dabei schmackhafte Weise.

 


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Sanddorn

Sanddorn wächst auf kalkhaltigen Sand- oder Kiesflächen, insbesondere an Nord- und Ostsee. Als sonnenliebendes Gewächs mit einem weitreichenden Wurzelsystem befestigt es diese Standorte und widersteht den oft heftigen Winden der Küste. Man findet ihn aber sogar auch bis in den Voralpenraum an felsigen Hängen und in trockenen Flusstälern.

 

Beschreibung: Silbrig-graue, schmale Laubblätter sitzen gestielt an Ästen mit leicht dornartigen Kurztrieben. Die Unterseite der Blätter weist eine weiße, filzartige Behaarung auf, der glatte Blattrand rollt sich ein wenig nach oben. Die ca. 6 bis 10 mm großen ovalen Früchte wachsen in dichten Trauben direkt an den Ästen.

 

Sammelgut und -zeit: Ab August bis in den Spätherbst hinein leuchten die reifen Früchte in sonnigem Orange. Die feste Haut jeder Beere umschließt das Fruchtfleisch mit einem einzelnen Kern. Die Frucht enthält relativ viel Flüssigkeit, sodass man die reifen Beeren sehr vorsichtig abpflücken sollte. Nur in diesem Zustand ist die Ernte sinnvoll, denn zu früh gepflückt sind sie sauer und haben noch nicht die typische herb-fruchtige Geschmacksnote.

 

Verwendung: Die säuerlichen Beeren kann man gut als vitaminreiches Mus, Marmelade oder Konfekt zubereiten oder als Saft pressen. Herzhaften Gerichten gibt Sanddorn eine ausgeprägt fruchtige Note.

 

Gesundheitlicher Wert: Die Früchte haben einen wesentlich höheren Vitamin-C-Gehalt als Zitronen, reichlich Vitamin A und besonders viel Vitamin B12. Sie können so positiv auf Augen, Haut und Immunsystem des Organismus wirken und das Zellwachstum fördern. Die ungesättigten Fettsäuren des Sanddornöls kommen besonders der Haut zugute.

 


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