Sauerampfer
Schafgarbe
Schafgarbe lat. »Achilea«, benannt nach dem griechischen Helden Achilles, der mit ihr Wunden heilte, ist seit alters her DIE Heilpflanze und wurde von vielen Völkern verwendet, ob in China, bei den First Nations Amerikas, den Germanen oder von keltischen Druiden. Auf sonnigen, trockenen Plätzchen an Feldrain, auf Wiesen und Weiden bis hoch ins Gebirge ist sie zu finden.
Beschreibung: Ihre gebogenen fiedrigen Blättchen kennzeichnen sie. Lat. »millefolium« – Tausendblatt – wird sie wegen ihrer unzähligen weißen bis schwach rosafarbenen Blüten genannt, die sie als Schirmrispen trägt. Sie erreicht eine Wuchshöhe bis 80 cm. An ihrem kantigen festen Stängel sitzen die Blattstiele versetzt.
Sammelgut und -zeit: Vom Frühjahr bis in den Herbst lassen sich ihre gefiederten grünen Blättchen ernten (am besten die jungen zarten). Im Juli/August sammelt man die ganze blühende Pflanze, denn dann ist sie in ihrer Hoch-Zeit und daher besonders wirksam in der gesundheitlichen Anwendung.
Verwendung: Die blühende Pflanze kann man auspressen und den Saft trinken. Getrocknet wird sie als Tee zubereitet. In der Küche aromatisieren ihre jungen, zarten Blättchen herzhafte Gerichte mit ihrem würzigen Geschmack. Sie eignen sich also gut als Zutat für Kräuterbutter oder -salze, selbstgemachten Nudelteig oder kräutrige Brotaufstriche.
Gesundheitlicher Wert: Ähnlich der Kamille bietet sie zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe: ein entzündungshemmendes und entkrampfendes ätherisches Öl sowie die Haut regenerierendes Azulen oder Eukalyptol. Gerb- und Bitterstoffe aktivieren den Stoffwechsel sowie antibiotische Substanzen. Zu Recht wird sie »Garbe«, das heißt die Heilende, genannt.