Schlehe
Schlehen wurden bereits von den Menschen der Frühzeit geschätzt, meist in getrockneter Form als Vitaminspender für den Winter. So befand sich auch in Ötzis Reisegepäck ein Schlehenvorrat. Sowohl die cremeweißen Blüten wie auch die blauen, bereiften Früchte können Speisen gesund und schmackhaft bereichern.
Beschreibung: Bis zu 3 m hoch wächst der Schlehdorn. Er bildet oft mit anderen Sträuchern zusammen lichte Hecken entlang der Feldraine und Waldwege. Von Größe und Farbe der Beeren her ähnelt er den Zuchtheidelbeeren. Die Früchte der Schlehe sitzen oft zahlreich an silbergrau gesprenkelten braunen Zweigen zwischen ovalen, gezähnten Blättern und langen Dornensprossen.
Sammelgut und -zeit: Die Blüten werden von März bis April gesammelt. Die Steinfrüchte reifen im Spätsommer bis Frühherbst. Blaue, weiche Früchte können bereits ab September bis in den Spätherbst hinein geerntet werden.
Verwendung: Aus den Blüten kann ein Tee gegen die Frühjahrsmüdigkeit bereitet werden. Botanisch mit der Pflaume verwandt, verführen die Beeren jedoch nicht zum direkten Naschen, da sie roh sehr herb schmecken. Am besten nach dem ersten Frost gesammelt oder vor der Verarbeitung für ein bis zwei Tage gefrostet, gewinnen sie an Süße und werden zu Marmelade, Gelee und Likör verarbeitet. Herzhaften Speisen geben sie eine fruchtig-herbe Note.
Gesundheitlicher Wert: Schlehenblüten wecken die Lebensgeister nach Frühjahrsmüdigkeit oder langer Krankheit. Die Beeren dieser kleinen Pflaume wirken intensiver als die Früchte ihrer größeren Verwandten. Vitamine, Gerbstoffe und Flavonoide stärken Immunsystem und Magen, hemmen Entzündungen und lindern Hautprobleme.
Sonnenblume
Sonnenblumen wachsen auf humus- und nährstoffreichen Böden, die ausreichend mit Wasser versorgt werden. Meist findet man sie am Rand von Getreidefeldern oder sie leuchten goldgelb aus dem Grün der Umgebung hervor. Ursprünglich in Mittelamerika beheimatet, galten sie als Symbol des kraftvollen Sonnengottes.
Beschreibung: Mit einer Höhe bis zu 2,5 m und dem absoluten Erkennungsmerkmal ihrer riesigen nickenden Blütenköpfe aus gelben Zungen- und braunen Röhrenblüten ist die Sonnenblume unübersehbar. Ihr »Gesicht« wendet sich immer der Sonne zu. An ihrem rauhaarigen Stängel sitzen die großen herzförmigen Blätter wechselständig angeordnet.
Sammelgut und -zeit: Blütezeit ist von Ende Juni/Anfang Juli bis September. Die Kerne können geerntet werden, wenn die Blüte vollkommen abgeschlossen und ausgetrocknet ist.
Verwendung: Die Kerne der Sonnenblume sind eine sehr beliebte Zutat in der Küche und werden oft zum Backen verwendet oder auch als gesunde Knabberei angeboten. Zudem wird aus den Kernen das Sonnenblumenöl gepresst. Aber auch die gelben Blütenblätter eignen sich als frische und schmackhafte Zutat in Salaten oder zur abschließenden Dekoration gekochter Gerichte. Als »blonden«, milden Tee zubereitet lassen sie ebenfalls eine gesunde Freude durch ihr sonniges Strahlen aufkommen.
Gesundheitlicher Wert: Die gelben Blütenblätter enthalten viele Vitamine (E, A, B, F), Karotin sowie die Mineralien Calcium, Iod und Magnesium und wirken cholesterin- und fiebersenkend. 100 g der knackigen Kerne enthalten 90% ungesättigte Fettsäuren und mehr Eiweiß als ein kleines Steak.