Taubnessel

Vogelbeere

Vogelbeeren erweisen sich als außergewöhnlich anpassungsfähig: Ob in Tiefland oder Hochgebirge, überall, außer auf kalkhaltigen Böden, gedeiht der frostharte Baum. Botanisch korrekt heißt er Eberesche. Seine prächtigen Beerendolden leuchten in orangeroten Farben und locken Scharen von Vögeln an. So wurden früher die Äste mit Leim bestrichen und ihre Beeren zum Vogelfang genutzt, daher der Name.

 

Beschreibung: Die gezähnten ovalen Blätter sitzen paarweise an den Stängeln. Im Frühjahr erscheinen sie saftig-grün, im Herbst dagegen deutlich dunkler. Die etwa erbsengroßen Beeren hängen in markanten Dolden an den Enden der Zweige.

 

Sammelgut und -zeit: Blüten und grüne Blätter werden im Frühjahr (Mai bis Juni) gepflückt. Die Erntezeit der reifen Beeren ist im frühen Herbst bis Oktober. Die gezüchteten Früchte der Edel-Eberesche sind frei von Bitterstoffen und werden im August bis September geerntet.

 

Verwendung: Vogelbeeren sind, trotz weitverbreiteter Meinung, nicht giftig, sollten jedoch nicht roh genossen werden. In gekochtem Zustand bereitet man köstliches Mus, Chutney oder Likör aus ihnen. Man sollte sie entweder nach dem ersten Frost pflücken oder vor der Zubereitung für ein bis zwei Tage in der Tiefkühlung frosten. Die Blätter können auch als Tee Verwendung finden.

 

Gesundheitlicher Wert: Die Vogelbeere wird seit jeher als Heilpflanze geschätzt. Der hohe Gehalt der Beeren an Vitamin C dient dem Aufbau von Knochen und Bindegewebe. Ihr Gehalt an Provitamin A kommt den Augen zugute. Die Parasorbinsäure wandelt sich beim Erhitzen in Sorbinsäure um und wirkt als natürliches Konservierungsmittel.

 


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